Ertragslage

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Daimler AG lag bei 5,0 (i. V. 3,5) Mrd. €. Die Ergebnisentwicklung ist durch den Anstieg des operatives Ergebnisses um 0,6 Mrd. € auf 1,4 Mrd. € sowie das um 0,9 Mrd. € auf 3,6 Mrd. € höhere Finanzergebnis geprägt. (Vgl. Tabelle B.36)

B.36

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der Daimler AG
  2014 2013
in Millionen €    
     
Umsatzerlöse 83.947 75.531
Umsatzkosten (inkl. F&E-Aufwendungen) -75.307 -68.183
Vertriebskosten -6.518 -6.243
Allgemeine Verwaltungskosten -1.885 -1.779
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1.122 1.497
Operatives Ergebnis 1.359 823
Finanzergebnis 3.635 2.687
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.994 3.510
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.223 203
Jahresüberschuss 3.771 3.713
     
Einstellung in die Gewinnrücklagen -1.150 -1.306
     
Bilanzgewinn 2.621 2.407

Der Umsatz stieg, wie im Vorjahr prognostiziert, aufgrund der höheren Absatzzahlen von Fahrzeugen und Komponenten um 8,4 Mrd. € auf 83,9 Mrd. €. Im Bereich Pkw nahm er deshalb um 14 % auf 63,0 Mrd. € zu. Auch bei Lkw und Transportern stieg der Umsatz hieraus um 3 % auf 20,9 Mrd. €.

Der Bereich Pkw hat im Berichtsjahr ein Ergebnis deutlich über dem Niveau des Vorjahres erzielt. Die Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen durch das weitere Absatzwachstum in Europa, Asien und den USA sowie eine verbesserte Absatzstruktur geprägt. Wachstumstreiber waren insbesondere die S-Klasse sowie unsere erweiterte Kompaktwagenpalette. Gegenläufig belasteten Aufwendungen unter anderem für Produktattraktivierungen sowie für neue Technologien und Produkte das Ergebnis. Der Absatz des Bereichs Pkw stieg im Berichtsjahr um 9 % auf 1.576.000 Einheiten1. Bei den Baureihen war das S-Klasse Segment im Jahr 2014 ausgesprochen erfolgreich: Der Absatz stieg um 86 % auf 129.000 Einheiten1. Einen Zuwachs um 22 % auf 486.000 Einheiten1verzeichneten unsere Kompaktfahrzeuge. Bedingt durch den Lebenszyklus der E-Klasse lag der Absatz in diesem Segment unter dem Niveau des Vorjahres.

Bei Lkw und Transportern lag das Ergebnis über dem Wert des Vorjahres. Der Absatz bei Lkw erreichte 92.000 (i. V. 105.000) Einheiten1. Der Transporterabsatz konnte um 11 % auf 281.000 Einheiten1 gesteigert werden.

Die Umsatzkosten stiegen um 10 % auf 75,3 Mrd. €. Der Absatzanstieg und Aufwendungen für neue Technologien und Produkte haben zu höheren Umsatzkosten geführt. Die Forschungs- und Entwicklungskosten, die in den Umsatzkosten ausgewiesen werden, lagen mit 4,9 (i. V. 4,7) Mrd. € über Vorjahresniveau; der Anteil an den Umsatzerlösen betrug 5,8 (i. V. 6,2) %. Die Forschungs- und Entwicklungskosten standen in erster Linie im Zusammenhang mit der Erneuerung und Erweiterung des Produktportfolios, insbesondere der Fahrzeugbaureihen der E-Klasse, der Geländewagen sowie der Kompaktklasse. Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich an neuen Motorengenerationen und alternativen Antriebssystemen. Zum Jahresende waren rund 17.000 Personen im Forschungs- und Entwicklungsbereich beschäftigt.

Die Vertriebskosten erhöhten sich um 0,3 Mrd. € auf 6,5 Mrd. €. Höhere Aufwendungen für Personal und Marketing waren wesentliche Faktoren hierfür. Der Anteil der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen sank von 8,3 % auf 7,7 %.

Die Verwaltungskosten lagen mit 1,9 (i. V. 1,8) Mrd. € leicht über Vorjahresniveau. Der Anteil an den Umsatzerlösen lag bei 2,2 (i. V. 2,4) %.

Das sonstige betriebliche Ergebnis lag bei 1,1 (i. V. 1,5) Mrd. €. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit dem laufenden Kartellverfahren der EU-Kommission bei europäischen Nutzfahrzeugherstellern. (Vgl. Tabelle B.36)

Das Finanzergebnis hat sich insbesondere aufgrund des höheren Beteiligungsergebnisses um 0,9 Mrd. € auf 3,6 Mrd. € verbessert. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf unseres 50 %-Anteils an der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH an die Rolls-Royce Holdings plc.

Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beträgt 1,2 (i. V. Ertrag von 0,2) Mrd. €. Im Geschäftsjahr 2013 waren hohe Steuererträge im Zusammenhang mit der steuerlichen Veranlagung von Vorjahren enthalten. Der Wegfall dieser Steuererträge sowie ein höherer Steueraufwand für das Jahr 2014 als Folge des verbesserten Vorsteuerergebnisses führten zu dem Anstieg des Steueraufwandes im Vergleich zum Vorjahr.

Der Jahresüberschuss ist von 3,7 Mrd. € auf 3,8 Mrd. € angestiegen. Die Entwicklung ist maßgeblich auf das verbesserte operative Ergebnis und das gestiegene Finanzergebnis zurückzuführen. Insbesondere aufgrund des im Vergleich zur Prognose höheren operativen Ergebnisses liegt der Jahresüberschuss über dem ursprünglich erwarteten Wert.

Die wirtschaftliche Lage der Daimler AG ist im Wesentlichen durch ihre operative Tätigkeit und die ihrer Tochtergesellschaften geprägt. An den operativen Ergebnissen der Tochtergesellschaften partizipiert die Daimler AG über deren Ausschüttungen. Damit entspricht die wirtschaftliche Lage der Daimler AG grundsätzlich der des Daimler-Konzerns, die im Kapitel »Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage« erläutert ist.

1 Der Absatz betrifft ausschließlich Neufahrzeuge. Im Absatz der Daimler AG sind auch an Konzerngesellschaften fakturierte Fahrzeuge enthalten, die von den Gesellschaften noch nicht an Konzerndritte verkauft wurden. Fahrzeugverkäufe von Produktionsgesellschaften des Daimler-Konzerns sind im Absatz der Daimler AG nicht berücksichtigt.