Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz stieg im Jahr 2014 um 10,1 % auf 129,9 Mrd. €; bereinigt um Wechselkurseffekte war eine Zunahme um 12,1 % zu verzeichnen. Der Umsatzanstieg war vor allem auf die hohe Fahrzeugnachfrage bei Mercedes-Benz Cars insbesondere in Asien, Europa und den USA zurückzuführen. Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung können dem Abschnitt »Geschäftsentwicklung« des Lageberichts entnommen werden. (Vgl. Tabelle B.17)

B.17

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  2014 20131 14/13
in Millionen €     Veränd. in %
       
Umsatzerlöse 129.872 117.982  +10
Umsatzkosten -101.688 -92.855  +10
Bruttoergebnis vom Umsatz 28.184 25.127  +12
Vertriebskosten -11.534 -11.050  +4
Allgemeine Verwaltungskosten -3.329 -3.188  +4
Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten -4.532 -4.205  +8
Sonstige betriebliche Erträge 1.759 1.530  +15
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.160 -399  +191
Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen 897 3.345 -73
Übriges Finanzergebnis 458 -349 .
Zinserträge 145 212 -32
Zinsaufwendungen -715 -884 -19
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.173 10.139  +0
Ertragsteuern -2.883 -1.419  +103
Konzernergebnis 7.290 8.720 -16
davon      
auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 328 1.878 -83
davon      
Anteil der Aktionäre der Daimler AG 6.962 6.842  +2
1 Die Vergleichszahlen 2013 wurden aufgrund von Umgliederungen innerhalb der Funktionskosten angepasst. Weitere Informationen können den Erläuterungen in Anmerkung 1 des Konzernanhangs entnommen werden.

Die Umsatzkosten betrugen im Berichtsjahr 101,7 Mrd. € und nahmen gegenüber dem Vorjahr um 9,5 % zu. Der Anstieg der Umsatzkosten war auf das erhöhte Geschäftsvolumen und infolgedessen im Wesentlichen auf höhere Materialaufwendungen zurückzuführen. Zudem stiegen die Personalaufwendungen und die Abschreibungen auf Vermietete Gegenstände und Sachanlagen. Insgesamt entwickelten sich die Umsatzkosten unterproportional zu den Umsatzerlösen, sodass der Anteil des Bruttoergebnisses am Umsatz mit 21,7 % über dem des Vorjahres (21,3 %) lag. Weitere Informationen zu den Umsatzkosten enthält Anmerkung 5 des Konzernanhangs. (Vgl. Tabelle B.17)

Die Vertriebskosten erhöhten sich absatzbedingt um 0,5 Mrd. € auf 11,5 Mrd. €. Wesentliche Faktoren hierfür waren höhere Aufwendungen für Marketing und Personal. Der Anteil der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen verringerte sich von 9,4 % auf 8,9 %. (Vgl. Tabelle B.17)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen die allgemeinen Verwaltungskosten, hauptsächlich aufgrund höherer IT- und Personalaufwendungen, mit 3,3 (i. V. 3,2) Mrd. € leicht über dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten an den Umsatzerlösen ist mit 2,6 (i. V. 2,7) % leicht gesunken. (Vgl. Tabelle B.17)

Die Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten stiegen im Geschäftsjahr um 0,3 Mrd. € auf 4,5 Mrd. €. Diese stehen in erster Linie im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Modelle, den Vorleistungen für die Erneuerung bestehender Modelle und der Weiterentwicklung von kraftstoffeffizienten und umweltschonenden Antriebsarten sowie Sicherheitstechnologien. Der Anteil der Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten an den Umsatzerlösen ging von 3,6 % auf 3,5 % leicht zurück. Weitere Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Konzerns können dem Abschnitt »Forschung und Entwicklung« im Kapitel »Nachhaltigkeit« entnommen werden. (Vgl. Tabelle B.17)

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 1,8 (i. V. 1,5) Mrd. € an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen dieses Jahr insbesondere durch Aufwendungen von 0,6 Mrd. € im Zusammenhang mit dem laufenden Kartellverfahren der EU-Kommission bei europäischen Nutzfahrzeugherstellern mit 1,2 (i. V. 0,4) Mrd. € deutlich über dem Vorjahr. Weitere Informationen zur Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind in Anmerkung 6 des Konzernanhangs enthalten. (Vgl. Tabelle B.17)

Im Jahr 2014 reduzierte sich das Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen auf 0,9 (i. V. 3,3) Mrd. €. Beide Jahre sind durch hohe Erträge im Zusammenhang mit dem Verlust des maßgeblichen Einflusses bei bisher at-equity einbezogenen Finanzinvestitionen beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2014 verlor Daimler den maßgeblichen Einfluss auf Tesla; aus der daraus resultierenden Neubewertung unserer Tesla-Anteile ergab sich ein Ertrag von 0,7 Mrd. €. Im Geschäftsjahr 2013 verlor Daimler den maßgeblichen Einfluss auf EADS; hieraus resultierte ein Ertrag von 3,4 Mrd. €. (Vgl. Tabelle B.17)

Das übrige Finanzergebnis verbesserte sich von-0,3 Mrd. € auf 0,5 Mrd. €. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf den Abgang der RRPSH-Anteile; das Geschäftsjahr 2014 enthält hieraus einen Ertrag von 1,0 Mrd. €. (Vgl. Tabelle B.17)

Das Zinsergebnis verbesserte sich auf-0,6 (i. V.-0,7) Mrd. €. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit den Pensions- und Gesundheitsfürsorgeleistungen lagen auf Vorjahresniveau. Das sonstige Zinsergebnis verbesserte sich aufgrund der gesunkenen Kosten für die Liquiditätsvorhaltung infolge des sukzessiven Auslaufens höher verzinslicher Refinanzierungen. Dagegen wirkten niedrigere Erträge aus Geldanlagen und aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten. (Vgl. Tabelle B.17)

Der unter den Ertragsteuern ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 2,9 Mrd. € stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mrd. €. Die Steuerquote lag im Berichtsjahr bei 28,3 (i. V. 14,0) %. Im Geschäftsjahr 2014 resultierte aus dem Abgang der RRPSH-Anteile ein Ertrag, der im Wesentlichen steuerfrei war. Es ergaben sich aber auch steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen in Zusammenhang mit dem laufenden Kartellverfahren der EU-Kommission bei europäischen Nutzfahrzeugherstellern. Im Vorjahr entstand ein überwiegend steuerfreier Ertrag aus der Neubewertung und Veräußerung der EADS-Anteile. Bereinigt um diese Erträge und Aufwendungen ergab sich im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung der normal besteuerten Ergebnisse, die zu entsprechend höheren Steueraufwendungen führte. Darüber hinaus enthalten die Ertragsteuern im Jahr 2014 Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern. Das Jahr 2013 hat hohe Steuererträge im Zusammenhang mit der steuerlichen Veranlagung von Vorjahren beinhaltet. (Vgl. Tabelle B.17)

Das Konzernergebnis erreichte 7,3 (i. V. 8,7) Mrd. €. Dabei entfiel auf Minderheitsanteile ein Gewinn von 0,3 (i. V. 1,9) Mrd. €, der im Jahr 2013 zu großen Teilen im Zusammenhang mit der Neubewertung der EADS-Anteile stand. Der Anteil der Aktionäre der Daimler AG am Konzernergebnis betrug 7,0 (i. V. 6,8) Mrd. €; dies führte zu einem Ergebnis je Aktie von 6,51 (i. V. 6,40) €. (Vgl. Tabelle B.17)

Für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie (unverwässert) wurde eine durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien von 1.069,8 (i. V. 1.068,8) Mio. Stück zugrunde gelegt.

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